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 Einmal war ich zu Besuch bei einem Gärtnerehepaar, sie hatten eine umfangreiche Irissammlung. Als ich im Vorgarten das Törchen öffnete sah ich schon einen kleinen Calicanthestrauch. Im Vorbeigehen atmete ich tief ein und war erstaunt, nicht den Duft von frischem Apfelmus, sonder den Geruch von verrrotteten Äpfeln in der Nase zu haben... Der Gärtner hatte in Erinnerung an seine Kindertage einen Calicanthestrauch im Gartencenter erworben, der dann zwar wunderschöne Blüten hervorbrachte, aber den so lang vermissten Apfelmusgeruch vermissen lies.

Nun wissen wir heute, wie sehr Erinnerungen an Gerüche gebunden sind. Der Strauch kann noch so toll blühen, das Entscheidende war für den betagten Gärtner aber der Geruch. Er hat sich Gedanken darüber gemacht, den Strauch zu entfernen. Gerne hätte ich ihm einen Ableger von mir gegeben, doch mit denen geizt mein Calicanthestrauch sehr.

Heute schon gesehen

Am Brunnen im Gemüsegarten

Mitten im Gemüsegarten steht der alte Brunnen mit seinen Zungen, auf denen die Eimer abgestellt werden können... heute sind es meist Gießkannen. Das ist ein wichtiger Ort, der allen Pflanzen in trockenen Zeiten hilft. Umpflanzt ist das Rondell mit 4 verschiedenen alten Pfingstnelken, die im Mai einen betörenden Duft verbreiten. Eine weiße, gefüllte Nelke ist aus altem Bestand übriggeblieben... sie war wohl schon in Oma Karolines Garten heimlich irgendwo am Weg gewachsen. Eine hellrosa Pfingstnelke ist ein liebes Geschenk von Maria, der diese Nelke fast über den Kopf wächst, sie hat große Teppiche voller rosa duftender Nelken.