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 Einmal war ich zu Besuch bei einem Gärtnerehepaar, sie hatten eine umfangreiche Irissammlung. Als ich im Vorgarten das Törchen öffnete sah ich schon einen kleinen Calicanthestrauch. Im Vorbeigehen atmete ich tief ein und war erstaunt, nicht den Duft von frischem Apfelmus, sonder den Geruch von verrrotteten Äpfeln in der Nase zu haben... Der Gärtner hatte in Erinnerung an seine Kindertage einen Calicanthestrauch im Gartencenter erworben, der dann zwar wunderschöne Blüten hervorbrachte, aber den so lang vermissten Apfelmusgeruch vermissen lies.

Nun wissen wir heute, wie sehr Erinnerungen an Gerüche gebunden sind. Der Strauch kann noch so toll blühen, das Entscheidende war für den betagten Gärtner aber der Geruch. Er hat sich Gedanken darüber gemacht, den Strauch zu entfernen. Gerne hätte ich ihm einen Ableger von mir gegeben, doch mit denen geizt mein Calicanthestrauch sehr.

Heute schon gesehen

Aurikeltheater
Für meine kleine, aber feine Aurikelsammlung habe ich letztes Jahr ein schönes Schauregal aus Brettchen und alten Schubladen gezimmert. Nun kann man sie bei ihrem großen Auftritt auch von oben bestaunen. Es handelt sich dabei nicht wirklich um ganz besondere Sammlerstücke, sondern um Geschenke von lieben Gartenfreunden und um Sämlinge aus eigener Saat. Das Aussäen ist wirklich spannend, da jeder Sämling andere Blüten und Wuchsform hat.

Dieses Teather kann man direkt von der Terasse beim Hauseingang bestaunen... aber nur kurze Zeit im Jahr ist es so schön wie auf dem Foto.