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So ganz genau kann man wohl nicht sagen, wann die Destillation von Alkohol erfunden wurde. Belege gibt es aus dem arabischen Raum erst im 9. Jahrhundert und im europäischen Raum um 1100. Abenteuerliche Geräte wurden benutzt um den Alkohol zu verdampfen und dann durch Kühlung mit Luft oder Wasser wieder zu verflüssigen. Alchimisten waren tätig, das gewonnene "Quinta essentia" wurde bei der Suche des "Steins der Weisen" benötigt. Schon hier waren es vor allem Mönche, die sich als Meister der Destillierkunst hervortaten.

Vor allem als Heimittel, angesetzt mit Kräutern, wurde Branntwein benutzt. In Zeiten von Pest und Cholera wurde die "Quinta Essenta", die Seele der Substanz, als Arznei eingesetzt.

Erst viel später, im 18. Jahrhundert wurde es dem gemeinen Volk, den Bauern, erlaubt zu destillieren. Vermutlich bekamen sie das Wissen über die Herstellung von Obstbränden aus den Klöstern. 

So hatten die Bauersfrauen auch die Möglichkeit Kräuter und Früchte in Schnaps einzulegen und daraus Gesundheitswasser zu machen... Der Weg zum gesüßten Likör war nicht mehr weit.

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Heute schon gesehen

Am Brunnen im Gemüsegarten

Mitten im Gemüsegarten steht der alte Brunnen mit seinen Zungen, auf denen die Eimer abgestellt werden können... heute sind es meist Gießkannen. Das ist ein wichtiger Ort, der allen Pflanzen in trockenen Zeiten hilft. Umpflanzt ist das Rondell mit 4 verschiedenen alten Pfingstnelken, die im Mai einen betörenden Duft verbreiten. Eine weiße, gefüllte Nelke ist aus altem Bestand übriggeblieben... sie war wohl schon in Oma Karolines Garten heimlich irgendwo am Weg gewachsen. Eine hellrosa Pfingstnelke ist ein liebes Geschenk von Maria, der diese Nelke fast über den Kopf wächst, sie hat große Teppiche voller rosa duftender Nelken.